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Besatzung zum Mond
Besatzung zum Mond
Tag 103
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In „Besatzung zum Mond“ entwirft Ri Meuser von Eschmar eine surreale Szenerie zwischen Aufbruch und innerer Reise. Mehrere Figuren erscheinen wie eine Gemeinschaft auf dem Weg ins Unbekannte – nicht als reale Raumfahrer, sondern als seelische Gestalten, verbunden durch einen gemeinsamen Übergang. Ihre Gesichter wirken still, beinahe entrückt, als würden sie sich bereits von der Schwerkraft des Alltäglichen lösen.
Der Mond, angedeutet durch schwebende Formen und kreisförmige Motive, steht hier weniger für ein Ziel im technischen Sinn als für ein Symbol: für Sehnsucht, Vorstellungskraft und den Wunsch, Grenzen zu überschreiten. Architekturfragmente, Linien und abstrakte Zeichen verstärken den Eindruck eines Traums, in dem Raum und Zeit ihre feste Ordnung verlieren.
Die Farbwelt aus Rosé, Violett, Grau und warmen Goldakzenten verleiht dem Bild eine fragile, beinahe schwebende Atmosphäre. In der Mono-Sgraffito-Technik überlagern sich Malerei und Zeichnung, Figuren tauchen auf und verschwinden wieder im Farbraum – als wären sie Teil eines kollektiven Gedankens.
„Besatzung zum Mond“ ist kein Bild über Raumfahrt, sondern über den Mut zum Aufbruch. Über Gemeinschaft, Vorstellungskraft und den Moment, in dem man sich traut, das Vertraute hinter sich zu lassen. Ein Werk, das weniger erklärt als einlädt – zu einer Reise nach innen.