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Seltsamer Fisch
Seltsamer Fisch
Tag 9
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Beschreibung
„Seltsamer Fisch“ aus den Jahren 1974–1975 gehört zu den frühen Hauptwerken von Prof. Ri Meuser von Eschmar und markiert eine entscheidende Phase in der Entwicklung ihrer einzigartigen Maltechnik, des Mono Sgraffito. In dieser von ihr selbst erfundenen Methode werden Farbschichten in mehreren Arbeitsgängen aufgetragen, wieder abgekratzt, neu lasiert und mit metallischen Pigmenten veredelt. So entsteht jene charakteristische Leuchtkraft und Tiefenwirkung, die jedes ihrer Werke wie ein lebendiges, atmendes Lichtobjekt erscheinen lässt.
Der „Seltsame Fisch“ ist mehr als nur ein Tiermotiv – er ist ein Sinnbild. Seine Form scheint aus mehreren Ebenen zu bestehen, halb aus Farbe, halb aus Erinnerung. Zwischen seinen Schuppen und Linien erscheinen feine Gravuren und Andeutungen anderer Wesen – Vögel, Gesichter, Gestalten. Der Fisch trägt sie alle in sich, als Hüter verborgener Geschichten.
In warmen Kupfer- und Goldtönen, gebrochen durch silberne Reflexe, entfaltet sich eine faszinierende Oberfläche, die je nach Lichteinfall anders leuchtet. Das Werk wirkt wie eine Momentaufnahme zwischen Traum und Wirklichkeit – das Wasser ist nicht gemalt, sondern spürbar.
Thematisch knüpft das Bild an eines der zentralen Symbole in Meusers Werk an: den Fisch als Zeichen von Reinheit, Leben und Unsterblichkeit. Doch hier erscheint er nicht heilig oder heroisch, sondern geheimnisvoll, fast nachdenklich – ein Spiegel des Menschen selbst.
„Seltsamer Fisch“ ist ein Werk über das Verborgene, über Wandel und Tiefe. Es lädt den Betrachter ein, unter die Oberfläche zu sehen – dorthin, wo Kunst und Seele ineinander übergehen.