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Der Hügel von Montebello
Der Hügel von Montebello
Tag 108
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Beschreibung
„Der Hügel von Montebello“ aus dem Jahr 1997 entfaltet sich wie eine poetische Landschaft jenseits klarer geografischer Zuordnung. Das Bild wirkt weniger wie eine reale Ansicht als vielmehr wie eine erinnerte, innerlich erlebte Topografie. Formen von Hügeln, Bäumen und organischen Wesen scheinen ineinander überzugehen, als befänden sie sich in einem Zustand des Wandels. Tiere, Schmetterlinge und pflanzliche Motive tauchen auf, lösen sich wieder auf und verbinden sich zu einem vielschichtigen Geflecht aus Bewegung und Ruhe.
Die Komposition vermittelt das Gefühl eines Ortes, der belebt ist von Geschichten, Träumen und stillen Beobachtungen. Der Hügel selbst wird zum Symbol: ein Ort des Übergangs, des Innehaltens, vielleicht auch der Verwandlung. Warme Erd- und Ockertöne treffen auf gedämpfte Grau- und Blauschichten und erzeugen eine Atmosphäre von Tiefe und Zeitlosigkeit.
Durch die Mono-Sgraffito-Technik werden diese Eindrücke intensiviert. Pigmentschichten sind aufgebaut und wieder freigelegt, Linien eingeritzt, Strukturen sichtbar gemacht. Das Bild trägt die Spuren seines Entstehungsprozesses offen in sich, als wäre die Landschaft Schicht für Schicht gewachsen. „Der Hügel von Monte Bello“ ist damit weniger eine konkrete Landschaftsdarstellung als ein innerer Ort – ein stilles, erzählerisches Bild über Natur, Erinnerung und das fragile Gleichgewicht zwischen Sichtbarem und Verborgenem.