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Die Liebenden
Die Liebenden
Tag 24
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Beschreibung
„Die Liebenden“ aus dem Jahr 1977 ist ein leises, aber zutiefst berührendes Werk von Prof. Ri Meuser von Eschmar – eine Darstellung von Nähe, Verbundenheit und dem fragilen Gleichgewicht zwischen Seele und Körper. Entstanden in ihrer selbstentwickelten Mono Sgraffito-Technik, entfaltet das Gemälde eine zarte, fast durchscheinende Welt aus Linien, Licht und Emotion.
Zwei Figuren stehen sich gegenüber – ein Paar, dessen Blicke ineinander ruhen. Ihre Hände berühren sich, kaum spürbar, als hielten sie nicht einander, sondern den Moment selbst fest. Zwischen ihnen fließt ein feines Leuchten – ein Strom aus Gold und Silber, der sie miteinander verbindet. Ihre Gesichter spiegeln Zuneigung, Nachdenklichkeit und ein Wissen um das Vergängliche.
Das Werk lebt von den typischen Kontrasten Meusers: zarte Violett- und Grautöne, durchzogen von goldenen Akzenten, die sich über die Oberfläche ziehen wie Erinnerungen an vergangene Träume. Durch das Schichten, Kratzen und Neu-Lasieren der Farbe entsteht eine Oberfläche von fast magischer Tiefe – die Mono Sgraffito-Technik wird hier zum Träger innerer Bewegung.
Thematisch steht „Die Liebenden“ für mehr als romantische Zweisamkeit – es ist ein Sinnbild für die Begegnung zweier Seelen. Die Körper sind nur Hüllen, durchscheinend, beinahe transparent, während das eigentliche Geschehen im Licht zwischen ihnen stattfindet.
Mit diesem Werk schuf Meuser eine poetische Allegorie der Liebe als Energieform – unsichtbar und doch allgegenwärtig, verletzlich und zugleich ewig.
„Die Liebenden“ ist ein stilles Gespräch aus Licht und Linie – ein zeitloses Symbol für das, was Menschen verbindet, selbst wenn Worte längst verhallen.