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Beziehungssache
Beziehungssache
Tag 74
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Beschreibung
„Beziehungssache“ ist eines jener Werke, in denen Ri Meuser von Eschmar die menschliche Nähe nicht als etwas Einfaches darstellt – sondern als ein leises, schimmerndes Geflecht aus Blicken, Geheimnissen und unausgesprochenen Gefühlen.
Zwei Figuren stehen einander gegenüber, so nah, dass sich ihre Konturen fast berühren – und doch gibt es zwischen ihnen eine Spannung, die mehr erzählt als jede Geste. Ihre großen, offenen Augen wirken wie Spiegel: warm, fragend, einladend. Sie kennen einander, vielleicht schon lange. Vielleicht erst seit eben. Doch etwas verbindet sie, das nicht ausgesprochen werden muss.
Die Mono-Sgraffito-Technik lässt ihre Silhouetten entstehen wie Erinnerungen, die aus verschiedenen Schichten hervortreten: Farbpigmente wurden aufgetragen, abgekratzt, neu verdichtet. Dadurch schimmern unter der Oberfläche Figuren, Wesen und kleine Symbole hervor – Vögel, Schmetterlinge, Gesichter, die auftauchen und wieder verschwinden, als erzählten sie die im Hintergrund wachsenden Geschichten einer Beziehung.
Die warmen Rot- und Erdtöne erzeugen eine Atmosphäre von Vertrautheit und Berührung. Nichts ist aggressiv oder laut – alles wirkt wie ein stiller Dialog. Die Linien tanzen zwischen Zartheit und Ausbruch, zeigen die Komplexität menschlicher Nähe: Zuneigung, Unsicherheit, Anziehung, Wandel.
Auch die kleinen, leicht verspielten Gestalten – ein Vogel auf der Schulter, ein schelmisches Gesicht, ein Kind, das am Bildrand erscheint – wirken wie Erinnerungen oder unsichtbare Begleiter, die jede Beziehung mitprägen.
„Beziehungssache“ ist ein Werk voller feiner Zwischentöne.
Es erzählt davon, wie zwei Menschen sich sehen – wirklich sehen – und wie viel in diesem Moment mitschwingt: Vergangenheit, Hoffnung, Sehnsucht und ein Hauch von Magie.
Ein leises, intensives Bild darüber, dass jede Beziehung ein eigenes Universum ist.